Joseph Elgiser

Josef (Josyp) Elgiser (auch Ölgießer) war ein Musiker und Komponist aus der Bukwoina. Er wurde am 29. Dezember 1929 in Nova Žučka, einem Vorort von Czernowitz, in einer jüdischen Tischlerfamilie geboren. Bereits mit fünf Jahren erhielt er Klavierunterricht. Im Zweiten Weltkrieg wurde seine Familie in das Ghetto von Kopajhorod in Transnistrien deportiert (Finklel/Winkler, S. ). Nach der Befreiung der Ghettos kehrte Elgiser nach Czernowitz zurück, wo er Medizin studierte. Parallel zum Medizinstudium besuchte er die Musikfachschule, wo er sein Klavierspiel weiter perfektionierte. Zwischen 1955 und 1961 arbeitete er als Chirurg im Krankenhaus des Dorfes Hrozynci.

Joseph Elgiser
1929 (Nova Žučka) - 2014 (Chernivtsi)
Musician

Zwischen 1960 und 1965 studierte er Klavier am Konservatorium in Kiew. Er wurde an die Czernowitzer Sydir Vorobkevyč-Fachschule für Musiker als Lehrer für Klavier berufen. Außerdem spielte er als Solist mit dem Symphonieorchester der Czernowitzer Philharmonie.

Elgiser beschäftigte sich sowohl mit vergessenen lokalen und regionalen Komponisten als auch mit der Interpretation der kanonischen klassischen Musik. Er schuf zahlreiche Kompositionen, darunter Chorlieder, Klavierstücke, Romanzen, Musikstücke für Volksinstrumentensembles. Darüber hinaus verfasste er didaktische Lehrbücher für Klavier. Für seine Tätigkeit wurde er mehrfach national und international ausgezeichnet, u.a. mit der Goldenen Medaille der UNESCO als „Der Goldene Name der Weltkultur“. Er starb im Mai 2014 in Czernowitz.

Text: Kateryna Stetsevych

Materialien: